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Development and application of mitigation and adaptation
strategies and measures for counteracting the global
Urban Heat Islands phenomenon
This project is implemented through
the CENTRAL EUROPE Programme
co-financed by the ERDF

Fokus des Projekts

Das UHI-Projekt zielt auf die Entwicklung von Vermeidungs-, Risikovorsorge- und Anpassungsstrategien für das Phänomen der städtischen Wärmeinsel (UHI).

Die UHI ist ein mikroklimatisches Phänomen, das in städtischen Gebieten auftritt. Haupteffekt ist ein deutlicher Anstieg der Lufttemperatur im Stadtgebiet verglichen zum Umland.

Dieser Effekt ist seit längerem bekannt und wird im Wesentlichen durch folgende Tatsachen verursacht:

  • physikalische Oberflächeneigenschaften der Materialien, aus denen die Stadt aufgebaut ist (Beton, Asphalt, usw.) wie deren Emissions- und Absorptionsvermögen für kurz- und langwellige Strahlung;
  • das Fehlen natürlicher Oberflächen (Vegetation, die zur Verdunstung und damit zur Abkühlung beitragen;
  • die vertikale Ausdehnung der Gebäude, die nicht nur zur Strahlungsreflektion und -absorption beitragen sondern auch kühlende Winde abschwächen oder blockieren;
  • menschliche Aktivitäten wie die Abwärme aus Industrie, Kraftwerken, Klimaanlagen und dem Straßenverkehr;
  • hohe Luftverschmutzung, die die Strahlungstransporteigenschaften in der städtischen Luftglocke ändern.

Die Intensität der Wärmeinsel steigt proportional zur Größe der Stadt und der Bevölkerungszahl; daher wird der Wärmeinseleffekt zukünftig noch bedeutsamer werden, da zunehmend mehr Menschen in Städten leben werden

Der Wärmeinseleffekt ist direkt mit der Klimaerwärmung verbunden und wird durch sie verstärkt. Der erwartete Anstieg der Durchschnittstemperaturen hat Auswirkungen auf die Gesundheit (Hitzestress) der Stadtbewohner. Hiervon werden insbesondere ohnehin anfällige Bevölkerungsgruppen wie kranke und ältere Menschen betroffen sein.

Untersuchungsgebiete in diesem Projekt

Das UHI-Projekt umfasst 8 der wichtigsten Großstädte im Gebiet des Zentraleuropa-Programms:



PROJEKTZIELE

Das UHI-Projekt will die transnationale Diskussion zwischen Entscheidungsträgern, den lokalen Verwaltungen und der Wissenschaft verstärken und fördern, um Politiken und Aktionen zurVermeidung und Anpassung  an die natürlichen und menschengemachten Risiken, die durch den Wärmeinseleffekt verursacht werden, zu entwickeln.

Insbesondere ist geplant:

  • ein vertieftes Verständnis der menschengemachten Risiken der Wärmeinsel und deren Wechselwirkung mit dem globalen Klimawandel zu schaffen
  • ein permanentes transnationales Netzwerk für die Überwachung des Wärmeinselphänomens und seiner weiteren Entwicklung zu errichten
  • Strategien für die Vermeidung der und die Anpassung an die UHI zu entwickeln
  • die gegenwärtigen Planungsinstrumente und Verwaltungsvorschriften bezüglich der Anpassungs- und Vermeidungsstrategien zu verbessern.